ANANDA Yoga & Ayurveda
ANANDA Yoga & Ayurveda

Grundsätze aus der Lehre des AYURVEDA

Ayus (sanskrit) für Lebensspanne

Veda (sanskrit) für Wissen

 

Man geht davon aus, dass der Mensch 120 Jahre alt werden kann.

 

Die Definition des gesunden Menschen lautet:

Der Mensch, dessen Doshas im Gleichgewicht sind, dessen Agni gut, Dhatus & Mala normal funktionieren und dessen Seele, Geist & Sinne stets voller Glückseeligkeit sind, wird als gesund bezeichnet.

 

Das Glücklichsein gilt als Leitmotiv der Seele im Yoga & im Ayurveda.

 

Im Universum gibt es 3 Urkräfte ENERGIE, LICHT & MATERIE. Wir nennen sie die physikalischen Kräfte, die die Welt steuern. In den alten Schriften des Ayurveda werden sie die Kräfte des Bewusstsein genannt.

 

ENERGIE ist der Ursprung der Lebenskraft, der stärkste aller Kräfte. LICHT ist der Ursprung des Geistes, durch den wir sehen, wissen und unterscheiden. MATERIE ist die Basis des Körpers, die uns Form und Substanz in Zeit und Raum gibt.

 

Diese 3 Kräfte wirken durch die Elemente des Lebens. Energie wirkt durch das Element Luft & Raum (Äther). Licht und Intelligenz wirken durch das Element Feuer. Und die Materie wirkt vorallem durch das Element Wasser.

 

Zusammen mit Prana der Lebenskraft bringen diese Kräfte die 3 DOSHAS hervor: VATA, PITTA & KAPHA.

 

VATA, der WIND bringt Energie, Bewegung und Ausdrucksfähigkeit.

 

PITTA, das Feuer, erzeugt Wärme und Licht, so dass wir sehen, verdauen und umwandeln können.

 

KAPHA, das Wasser, enthält und unterstützt die beiden anderen Kräfte als lebendes Gewebe.

 

VATA Dosha (Wind)

ist das primäre Dosha, es motiviert die beiden anderen Doshas. Vata ist die Luft in den Hohlräumen des Körpers, vor allem in den Hüften und im Kreuz. Auf der inneren Ebene ist Vata die Lebenskraft und die Energie der Gedanken. Von den Sinnesorganen sind die OHREN und die HAUT dem Vata zugeordnet. Vata-Bewegungsorgane sind die Sprechwerkzeuge und die Hände. Vata regluliert die Harmonie der Wahrnehmung, der Gefühle und des Denkens und fördert die seelische Anpassungsfähigkeit und die Einsicht. Vata gibt Kreativität, Begeisterung, Schnelligkeit, Wendigkeit, Aufgeschlossenheit, um unsere Lebensziele zu erreichen.

 

Vata ist der Ursprung der beiden anderen Doshas, die von ihm abhängen. Um alle drei Doshas zu harmonisieren, müssen wir Vata behandeln.

 

PITTA Dosha (Feuer)

Pitta ist die Kraft der Verdauung oder des Kochens und die Kraft, die reifen läßt. Es ist auch für die Resorption im Körper zuständig, in den Zellen und in den Verdauungsorganen. Es steuert auch die seelische und geistige "Verdauung", unsere Fähigkeit Eindrücke, Gefühle und Ideen zu verarbeiten. Pitta gibt Intelligenz, Mut, Vitalität und Entschlossenheit.

Von den Sinnesorganen sind die dem Pitta die Augen zugeordnet, seine Bewegungsorgane sind die Füße (die dem Feuer zugeordnet sind). Als Krankheitsfaktor erzeugt es giftiges Blut, das Entzündungen und Infektionen auslöst.

Pitta braucht Vata als Energiequelle und Kapha als Hilfe.

 

KAPHA Dosha (Wasser, Erde)

Kapha ist das, was die Dinge zusammenhält. Bedeutet auch Schleim und Kohäsion. Es ist der körperliche Speicher für Pitta (Wärme) und Vata (Energie). Kapha ist in der Brust, im Hals und im Kopf lokalisiert, wo Schleim erzeugt wird, aber auch in der Bauchspeicheldrüse, im Bauch, in der Lymphe und im Fettgewebe. Die Sinnesorgane sind die Zunge und die Nase. Seine Bewegungsorgane sind die Harn- und Geschlechtsorgane und die Ausscheidungsorgane (Wasser & Erde). Kapha schenkt uns Gefühle, Liebe, Fürsorglichkeit, Hingabe und Glauben. Dadurch sind wir imstande die innere Harmonie zu bewahren und mit anderen zu kommunizieren. Kapha wird durch das Vata angeregt und bewegt. Seine Wärme liefert Pitta. Unser Körper besteht überwiegend aus Wasser (Kapha), dieses sollte durch Warme (Pitta) und Lebensenergie (Vata) angereichert sein. Kaltes oder unbewegtes Wasser ist lebensfeindlich.

 

 

Alle drei Doshas sind für das Leben wichtig und haben verschiedene Funktionen & Eigenschaften. Man geht davon aus, dass jeder Mensch mit Geburt eine bestimmte Konstitution mitbekommt, man nennt diese Grundkonstitution Prakriti. Für die Gesundheit des Menschen ist es wichtig, dass diese Grund-konstitution Prakriti iimmer wieder in Balance kommt. Die Entwicklung und Lebensumstände, auch die Jahreszeiten haben Einfluss auf unsere Praktriti. Sind unsere Doshas im Ungleichgewicht hat dies Auswirkungen auf unsere natürliche Abwehr des Körpers und wir werden anfällig für Krankheiten körperlicher und psychischer Art.

 

Je nachdem welches Dosha bei einem Menschen vorherrscht, hat dies Auswirkungen auf seine/ihre Gewohnheiten, Neigungen, konstitutionellen Anlagen und Gefühlsreaktionen.

Kapha-Typen haben den kräftigsten Körperbau, aber oft mangelt es ihnen an Motivation und Anpassungsfähigkeit. Vata-Typen haben den schwächsten Körperbau, sie sind aber wandlungs- und anpassungsfähig, was sie schützt. Pitta-Typen haben normale körperliche, aber größere seelisch-geistige Kräfte.

 

YOGA Asanas, Pranayama (Atemübungen) und Meditation gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, wenn wir die Doshas ins Gleichgewicht bringen wollen.

 

In unserer Welt leiden viele Menschen unter Stress. Durch Stress wird unser VATA-Dosha erhöht, wodurch ein Ungleichgewicht unserer Doshas entsteht. Und es entstehen stressbedingte Erkrankungen. Die Ayurvedischen Ölmassagen helfen vorallem unser Vata im Körper zu senken und so die Doshas auszugleichen.

 

Auch der Herbst und der Frühling sind Jahreszeiten, wo unser Vata ansteigt. Die Ayurvedische Ölmassage kann hier helfen das Immunsystem des Körpers zu stärken und Krankheiten zu vermeiden.

 

Hier ein Überblick, welchen Doshas verschiedene Krankheiten zugeordnet werden:

 

Vata-Störungen sind:

  • Blähungen
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Arthritis
  • Ischias
  • Lähmungen
  • Neuralgien (Nervenschmerzen)
  • Ängste
  • Depression
  • Nervosität

Pitta-Störungen sind:

  • Leber-Gallen-Störungen
  • Magenübersäuerung
  • Magengeschwüre
  • Gastritis
  • entzündliche Erkrankungen

Kapha-Störungen sind:

  • Bronchitis
  • Lungenstauungen
  • Mandel- und Nebenhöhlenentzündungen

 

Die Wurzel aller Krankheiten im Ayurveda ist AMA (Schlackenstoffe), die durch unterschiedliche Ursachen im Körper gebildet werden.

 

Wesentlich für die Vermeidung von AMA ist AGNI, das Verdauungsfeuer (biologisches Feuer), das unseren Stoffwechsel regelt. Agni ist von seiner Funktion pitta ähnlich. Aber auch die Luft von Vata entfacht Agni. Agni ist in jeder Zelle und in jedem Gewebe vorhanden. Es ist für die Aufrechterhalt-ung der Gewebsernährung und des Immunsystems verantwortlich. Agni vernichtet auch Mikroorganismen, fremde Bakterien und Toxine im Magen, Dünndarm und Dickdarm. Die Langlebigkeit ist von Agni abhängig, Intelligenz, Verständnis, Wahrnehmung und Auffassungsvermögen. Solange Agni seine Funktion richtig erfüllt, werden die Vorgänge von Zersetzung, Resorption und Assimilation der Nahrung im Körper reibungslos ablaufen.

 

Wenn unsere Doshas nicht im Gleichgewicht sind, wird AGNI beeinträchtigt. Die Abwehrkräfte des Körpers und das Immunsystem werden gestört. Bestandteile der Nahrung bleiben dadurch unverdaut und werden nicht aufgenommen. Sie setzen sich als Schlackenstoffe AMA im Körper ab, verstopfen Därme und Kanäle des Körpers und es entstehen Toxine, die ins Blut und somit in den Kreislauf gelangen. Sie sammeln sich an Schwachstellen im Körper an, wo sie Kontraktionen, Verstopfung, Stagnation und Schwäche der Organe bewirken und die Immunabwehr der jeweiligen Gewebe verringern. So entstehen Krankheiten wie Arthritis, Diabetes, Herzerkrankungen usw.

 

aus: Yoga und Ayurveda, Dr. David Frawley, Windpferd-Verlag 2011 & Das große Ayurveda Heilbuch, Vasad Lad, Windpferd-Verlag 2014

Frühling * Zeit  der Lebenskraft, des Neu werdens und der Verwandlung*

Die Grünkraft ist die Herzkraft himmlischer Geheimnisse. Du grün bist umschlossen von Liebe.

Hildegard von Bingen